Schlagwort: Hertha BSC

  • Preetz gelingt erneuter Coup!

    Preetz gelingt erneuter Coup!

    Michael Preetz, dem Manager von Hertha BSC, gelang es unlängst, dem FC Schalke 04 einen Spieler vor der Nase wegzuschnappen. Die Gelsenkirchener handelten mit dem Freiburger Torwart Alexander Schwolow einen Transfer aus, den sie aber finanziell nicht direkt stemmen konnten. Als diese Zahlungsschwierigkeit bekannt wurde, schnellte Preetz dazwischen und verpflichtete den Breisgauer.

    Während Schalke momentan jeden Euro umdrehen muss, hat Preetz einen großen finanziellen Spielraum. Investor Lars Windhorst sei Dank. Nach der Verpflichtung des Torhüters, folgte ein zweiter Streich: Michael Preetz drehte den „Knappen“ aus Gelsenkirchen den 36- jährigen Stürmer Vedad Ibisevic an.

    Jackie Preetz nahm sich ein Beispiel

    Nun gelang dem Beagle „Jackie“ , den die Familie Preetz seit Weihnachten 2019 besitzt ein ähnliches Kunststück. Offenbar ließ sich der Vierbeiner vom Geschick seines Herrchens inspirieren.

    An einem Krisengipfel der Bundesligavereine, um den Ablauf der kommenden Bundesligasaison zu bestimmen, musste Jackie aus logistischen Gründen teilnehmen. Auch der etwas schwerfällige, alte Rottweiler „Roger“ der Familie von Jochen Schneider war anwesend. Schneider ist Sportvorstand des FC Schalke 04.

    Der einst teure, prächtige Rottweiler versuchte halbherzig ein Stück Lachs vom reichhaltig gefüllten Buffet der Vereinsvertreter zu stehlen. Der aufmerksame und fidele Beagle beobachtete die Szenerie genau. Er behielt das köstliche Filet im Auge.

    Preetz handelte mit Weitsicht

    Als der schwerfällige Hundegreis gerade in den zarten Fisch beißen wollte, wetzte Jackie Preetz los, schnappte sich das Stück Lachs und verschanzte sich unter einer Tischdecke. Ungläubig blickte der alte Rottweiler dem flinken Beagle hinterher.

    Was ein für Teufelskerl, dieser Hund! Triumphierend und zügig verschlang der kleine Beagle den Lachs. Maximilian Eberl, sportlicher Leiter von Borussia Mönchengladbach bemerkte den Diebstahl und machte den Schuldigen schnell aus. Ein paar Fetzen Fisch lagen noch vor Roger auf dem repräsentativen Teppich.

    Die alte Dogge wurde an seiner teuren Wildleder-Leine abgeführt. Der listige Jagdhund Jackie Preetz blieb in seinem Versteck. Manager Michael Preetz sah suchend umher. Als er die weiße Schwanzspitze erblickte, erkannte er die Situation und drehte lächelnd ab. Moral hin oder her, man muss nur wissen wie…

  • Problem gelöst!

    Problem gelöst!

    Der Hersteller der Luxus-Elektroautos „Tesla“ möchte in Brandenburg bis Ende 2021 eine „Gigafactory“ bauen. Als größter Arbeitgeber für Berliner und Brandenburger möchte man auch regionale Unternehmen und Vereine als Kooperationspartner gewinnen.

    Hertha sieht sich als idealer Repräsentant für Tesla

    Wem kommt bei diesem Vorhaben nicht direkt Hertha BSC als Partner in den Sinn? Wem kam bei Hertha nicht direkt Tesla als Brustsponsor in den Sinn? Solch einen Deal darf Hertha sich eigentlich nicht durch die Lappen gehen lassen.

    Dieser Schachzug kann Hertha auf dem Weg zum Big City Club ein ganzes Stück voranbringen. Ein Luxusautobauer. Wie geil wäre das denn? Dachte sich wohl auch Anteilseigner Lars Windhorst und griff zum

    Windhorst macht das Vorhaben wieder einmal zur Chefsache

    Hertha hat noch bis einschließlich nächster Saison einen Vertrag mit dem Billg-Nonfood-Händler „Tedi“. Ein Trödelladen passt nicht zum Luxus-Verein, welcher Windhorst in seinen Visionen vorschwebt. Da kommen die Luxusautos von Milliardär Elon Musk schon besser. Windhorst wollte dem Tesla-Chef eine vorübergehende Lösung anbieten, die er sich erdacht hatte.

    -Petrescu hier, mit wem spreche ich?
    Hier ist der Lars, Lars Windhorst. Ich würde gerne mal den Elon sprechen.
    -Wen? Hier ist Milan Petrescu von der Baustelle „Gigafactory 1″…
    Hallo Milan! Gibst du mir mal den Elon. Elon Musk. Ich nehme an er ist dein Boss?
    -Könnten wir bitte beim „Sie“ bleiben? Ich bin hier auf der Baustelle immerhin Vorarbeiter.
    Klar. dann ist er IHR Boss
    -Mein Boss heißt Michael Sippert und nicht Eliott oder so
    Elon! Elon Musk.
    -Ich kenne diesen Mann nicht.
    Ist notiert, Herr Musk wird sich freuen!
    -Worüber?
    Na dass sie nicht einmal den obersten Boss ihres Unternehmens kennen.
    -Von Karl Weiss?
    Nein, von Tesla!
    -Hören Sie, ich glaube sie haben sich verwählt…
    Hören Sie mir doch erstmal zu. Ich habe hier ein pfiffiges Angebot von uns, wie wir Ihre Firma schon halb als Brustsponsor unterbringen können. Ich habe unsere Grafikabteilung beauftragt und wollte mir das nur kurz absegnen lassen. Weil Tesla doch bestimmt ab 2021 unser Brustsponsor sein möchte.
    -Also langsam nerven Sie mich. Und dieses Teska auch.
    Warum nerve ich sie? Ich wollte lediglich…
    -Hör zu! Ich muss hier jetzt wieder an die Arbeit! Du hast mich um meine Mittagspause gebracht. Wenn ich noch einmal Eliott oder so höre, dann komme Ich hier mit ein paar Kollegen mal zu Besuch!

    Lars Windhorst legte schnell auf. Ach, plötzlich sind wir doch beim du! dachte er. Er beschloss das nächste Mal gleich weiter oben anzusetzen. Direkt beim dickeren Fisch anzurufen. Erstmal muss er googeln wer denn dieser Karl Weiss ist. Er wollte morgen vorfühlen…

  • Endlich ein Berliner!

    Endlich ein Berliner!

    Der Wunsch vieler Berliner Hertha-Anhänger war es, die durch die Klinsmann-Katastrophe vakante Position im Aufsichtsrat endlich mit einem Berliner zu besetzen. Verständlich bei dem, was der verrückte Schwabe angerichtet hatte.

    Die Aufgabe wurde Chefsache

    Investor Lars Windhorst, gebürtiger Ostwestfale, sah sich also als der Mann, der die Basis ruhig stellt. Der sie befriedet. Hey Herthaner, ich bin einer von euch! Lars hatte einen Auftrag.

    Windhorst hat es als Nicht-Berliner so oder so schwer, sich in der Stadt und im Verein zu behaupten. Er wollte derjenige sein, der den Hauptstädtern ihre Identifikationsfigur bringt. Er wollte jemanden finden, der in Berlin seine Wurzeln hat.

    Der Berliner und ehemalige Hertha-Stürmer Axel Kruse schlug Pierre „Litti“ Littbarski vor. Ein Ur-Berliner und ehemaliger Bundesliga – Star! Nach eingängiger Google-Studie argumentierte Windhorst, Littbarski habe die Bindung zur Stadt Berlin verloren, in dem Moment, als er Publikumsliebling beim 1. FC Köln wurde.

    Der Geistesblitz

    Littbarski würde nicht ziehen, das sagte ihm sein Bauchgefühl. Der Berliner möchte eine Galionsfigur. Jemand, zu dem er ehrfürchtig aufsehen kann. Einen, der auch mal unangenehme Fragen stellt. Einen, der da hingeht, wo es weh tut.

    Windhorst schwebte ein Mitglied vor, welches eng und unverwechselbar mit der Stadt Berlin verwoben war. Just in diesem Moment kam Lars ein Geistesblitz. Lehmann!

    War nicht gestern ein Getränke-Lieferwagen mit dem unverwechselbaren und catchy Slogan „Ick koof bei Lehmann“ an seiner Limousine vorbeigefahren?

    Und hatte er nicht mal bei RTL einen Fußball – Experten namens „Lehmann“ gesehen? Das konnte kein Zufall sein! Wenn er diesen „Lehmann“ überzeugen könnte, würde er ein Berliner Original gewinnen. „Ick koof…“ köstlich!

    RTL zeigte sich überrumpelt

    Wieder am Schreibtisch, rief er bei RTL Chef Bernd Reichart, einem alten Bekannten, an.
    „Mensch Bernd, altes Haus! Habt ihr nicht einen Fußball-Experten Namens Lehmann am Start?“
    -„Ich weiß zwar nicht, wer da spricht, aber Jens Lehmann war mal bei uns als Experte tätig, ja.“
    „Perfekt! Hat der schon einen neuen Job?“
    -„Soweit ich weiß, nicht. Aber wer ist denn da jetzt eigentlich am Apparat?“ „Ich bin’s der Lars, Windhorst!“
    -„Wind wer…?“
    „Ist jetzt auch egal, ich muss den Lehmann jetzt dringend erreichen, hab noch n Platz im Aufsichtsrat für den!“

    Kopfschüttelnd legte Bernd Reichart seinen Hörer wieder auf. Er rief seine Sekretärin.
    „Gudrun, wenn du mir hier nochmal so einen Gestörten durchstellst, dann kannst du aber deine Gummipalme einpacken! Ich habe viel zu tun! Bin immer noch mit den Gerichtsverfahren von „Adam sucht Eva“ am rumdödeln. Denkt denn hier keiner mit?“

    Für Jens Lehmann kam der Anruf aus Berlin überraschend

    -„Lehmann, guten Tag?“
    „Hi Jens, hier Lars.“
    -„Welcher Lars?“
    „Lars Windhorst. Sag mal hättest du Bock bei Hertha Aufsichtsratsmitglied zu werden?“
    -„Hertha? Nach Berlin? Was soll ich denn…“
    „… Na ihr liefert doch hier Getränke aus“
    -„Wir machen was? Und wer ist wir? Hören Sie, ich kenne keinen Lars aus Berlin und verarsch…“
    „100 K Jahresgehalt + Boni.“
    -„Wann soll ich wo sein?“

    Dass es sich nicht um den Berliner Getränkehändler Horst Lehmann handelte, schien Lars Windhorst nicht klar zu sein…
    Er klopfte sich selbst auf die Schulter. Den Job hatte er erledigt. Er wollte ja noch zu Michael Preetz. Windhorst hatte gestern einen gewissen „Ronaldo“ im Fernsehen gesehen. Der wurde doch heiß gehandelt in den letzten Jahren. Er schien zwar etwas rundlich und mit Glatze, aber fragen kann man ja mal…

  • Hertha holt den ersten „großen Namen“!

    Hertha holt den ersten „großen Namen“!

    Was für eine Sensation! Hertha-Insider verraten: Michael Preetz, Geschäftsführer Sport bei den Blau-Weißen konnte endlich den großen Wunsch von Investor Lars Windhorst erfüllen: Der Club kann nächste Saison endlich einen großen Star in den eigenen Reihen begrüßen.

    Schon in den nächsten Tagen werden die Berliner einen Neuzugang präsentieren, der momentan in aller Munde ist: Dr. Christian Drosten, der allgegenwärtige Virologe, soll bald das Trikot der Hauptstädter tragen! Auf welcher Position er eingesetzt werden soll, entscheidet sich in den nächsten Tagen.

    Das Profil musste passen

    Das Credo von Geschäftsmann Windhorst lautet: Ist ein Spieler bekannt, muss er auch gut sein. Nach diesem Kriterium sollte passendes Personal gefunden werden. Preetz tat sich bisher etwas schwer mit dieser Vorgabe. Die etwas abgehalfterten Weltmeister Mario Götze und Julian Draxler sollten in die Hauptstadt gelotst werden. Das wäre mit viel Mühe und hohen Kosten verbunden. Nun konnte Preetz den Investor mit dem genialen Coup zufrieden stellen. 

    Ganz fremd ist dem angesehenen Virologen das neue Aufgabengebiet nicht. Er soll in den frühen Neunzigern in der Studentenliga mal fast einen Elfmeter gehalten haben. Genau auf der Torhüterposition herrscht bei Hertha momentan Vakanz! So ein Glück!

    Hertha soll attraktiver werden

    Der Mehrheitseigentümer Lars Windhorst hat nach eigenen Angaben keine Ahnung von Fußball. Trotzdem hatte er mehrfach „große Namen“ für den Berliner Club gefordert. Strahlkraft sollten sie mitbringen. Hertha wird bisher als graue Maus der Bundesliga wahrgenommen. Windhorst will den selbsternannten „Big City Club“ mindestens bundesweit populärer und attraktiver machen.

    Michael Preetz soll die Charité davon überzeugt haben, Dr. Drosten in einem Trikot von Hertha BSC abzulichten, wenn es der überfüllte Terminkalender zulässt. Nach Informationen von schotterplatz.de wurde über finanzielle Details stillschweigen vereinbart.

    Windhorst kann sich dem Vernehmen nach mit diesem Namen und dessen Strahlkraft wunderbar anfreunden.  

  • Schotterplatz #19 Schade eigentlich…

    Schotterplatz #19 Schade eigentlich…

    Der plötzliche Absprung von Jürgen Klinsmann im Laufe der Woche bereitet Hertha BSC nicht nur sportlich eine unsichere Zukunft. Laut Informationen der „Bild“-Zeitung hatten die Berliner angeblich einen dicken Fisch an der Angel. Dieser wollte sich als Brustsponsor für 20 Millionen Euro pro Saison bei der Hertha einkaufen. Der US-amerikanische Luxus-Elektroautohersteller Tesla zeigte Interesse. Das US-amerikanische Unternehmen wird offenbar bei Schönheide in Brandenburg eine Mega-Fabrik eröffnen. Bisher ziert die wenig anmutende Nonfood-Ladenkette „Tedi“ für 7,5 Millionen Euro jährlich die blau-weiße Brust.

    Klinsmann-Aus lässt das Geschäft platzen

    Mit dem unrühmlichen Ausscheiden des ehemaligen Trainers der US-Nationalmannschaft wird der Deal zwischen dem Hauptstadtklub und dem hippen Autobauer wohl nicht mehr zustande kommen. Der Name Klinsmann habe international nach wie vor eine große Zugkraft, sagte Hertha-Investor Lars Windhorst im Rahmen der Vereins-Pressekonferenz am Donnerstag. Nach „Bild“-Angaben wollte der 43 Jahre alte Unternehmer auch noch andere US-Firmen wie Amazon und Facebook von einer Zusammenarbeit überzeugen. Nun, nachdem „Klinsi“ seinen Abgang öffentlich zelebrierte, scheinen die Deals aber nahezu unmöglich zu sein.

    Aus wirtschaftlicher Sicht ist das Ende der Zusammenarbeit zwischen Klinsmann und der Hertha wohl noch bitterer für den Verein, als er es sportlich ist. Einen Coach, der die Mannschaft in der Liga hält, dürfte der Klub relativ problemlos finden. Eine international hoch angesehene und bekannte Werbefigur à la Klinsmann ist dieser aber sehr wahrscheinlich nicht. Die Partnerschaften mit „sexy“ Unternehmen müssen sich die Berliner nun hart erarbeiten. Mit dem 55 Jahre alten Ex-Bundestrainer hätten sie diese auf dem Silbertablett serviert bekommen.

    Deal hätte gut in Windhorsts Visionen gepasst

    Dass der Deal mit dem potenziellen Trikotsponsor Tesla nun platzt, ist besonders ärgerlich. Die Luxusfirma von dem exzentrischen US-Milliardär Elon Musk hätte perfekt zu dem Image gepasst, welches Windhorst sich für den „Big City Club“ erdacht hat. Die Marke Hertha BSC hätte an Wert gewonnen. Für den Verein selbst wäre der neue Sponsoren-Deal auch eine tolle Angelegenheit gewesen. Mit dem großen Namen des Sponsors hätte man sich nämlich einen Schritt weiter von dem piefigen Image des Fußballvereins aus Westberlin entfernt.

    Der einprägsame Tesla-Schriftzug von dem Sportwagen-Anbieter plus eine Verbindung zu dessen weltweit bekannten Gründer und Visionär Elon Musk hätte dem Klub gut gestanden. Darauf muss die Hertha nun zumindest vorerst weiterhin verzichten. Allem Anschein nach plant Tesla nämlich nach dem Klinsmann-Abgang keinen Einstieg ins Fußballsponsoring mehr.

  • Schotterplatz #18 Kaufchaos in Berlin?

    Schotterplatz #18 Kaufchaos in Berlin?

    Dieser Tage prasselt von allen Seiten Kritik auf den Verein und seine scheinbar verschwenderische Einkaufspolitik ein. Auch aus Reihen der eigenen Fans. In der Wintertransferperiode hat Hertha BSC für rund 80 Millionen Euro neue Spieler eingekauft. Bundesligarekord!

    Wenn man die Einkäufe allerdings gezielt nach System, Positionen und Personen analysiert, kommt man zu dem Schluss: So unkoordiniert und kopflos wie es scheint, ist die Einkaufstour nicht. Klar hat man hohe Ziele formuliert und viel Geld in die Hand genommen, jedoch geschah das mit Bedacht und einem Plan. 

    Realistische Ziele

    Die Verantwortlichen bei Hertha BSC haben die hohe Zielsetzung auf die nächste Spielzeit verschoben. Diese Saison soll die Mannschaft den Klassenerhalt schaffen und mehr nicht. Es wird kein unnötiger Druck auf die Mannschaft ausgeübt. Erst in den nächsten Jahren möchte man laut Eigenaussage in die oberen Sphären der Tabelle vorstoßen. 

    Günstiger Zeitpunkt

    Dass viele Transfers jetzt getätigt wurden, hat vor allem mit der guten Marktlage in der Winterpause zu tun.

    Ein weiteres Plus dieser Kaufoffensive ist, dass die wichtigsten Spieler nun an Bord sind. Sie haben die Rückrunde und die Sommervorbereitung Zeit, sich an ein neues Umfeld und die neuen Mitspieler zu gewöhnen.  

    Im kommenden Sommer kann keine hohe Aktivität auf dem Transfermarkt erwartet werden. Vielmehr hat Hertha nun das Gros an neuen Spielern, um frohen Mutes in die neue Saison zu gehen.

    Investition in die Zukunft

    Der Einkauf im Überblick 

    • Santiago Ascacíbar (22 Jahre, defensives Mittelfeld) 11 Millionen Euro Ablösesumme/ Marktwert beträgt 10 Mio.  
    • Matheus Cunha (20 Jahre, Sturm) 15 Mio./ MW beträgt 13 Mio. 
    • Lucas Tousard (22 Jahre, Mittelfeld) 25 Mio./ MW beträgt 20 Mio.  
    • Krzysztof Piatek (24 Jahre, Sturm) 27 Mio./ Marktwert beträgt 32 Mio. 

    Keiner der Spieler ist älter als 24 Jahre. Man kann also sagen, dass Hertha für viel Geld eingekauft, aber überwiegend in die Zukunft investiert hat. 

    Eine ruhige und konzentrierte Saisonvorbereitung

    In der Saisonvorbereitung im Sommer kann der Trainerstab dann schon mit einer halbwegs fertigen Mannschaft arbeiten. Das Team wird sich halbwegs ungestört auf die neue Saison vorbereiten können. Das schafft Vorteile.

    Analyse

    Ein Umbruch ist in Berlin bitter nötig. Die bisherigen Stammspieler sind alle im fortgeschrittenen Alter oder stehen kurz vor der fußballerischen Rente. Vor allem in der Offensive. Hertha ging mit Mittelstürmer und Platzhirsch Vedad Ibisevic (35 Jahre), Außenstürmer Salomon Kalou (34) und den zentralen Mittelfeldspielern Per Skjelbred (32) und Vladimir Darida (29) in die Saison. Das sind Spieler, mit denen man in diesem Jahr einen 10. Platz in der Bundesliga erreichen kann, aber auf die obere Tabellenhälfte muss man gar nicht erst schielen. Genau auf diesen vier Positionen hat sich Hertha nun verstärkt. Keine Position wird 1:1 neu besetzt, sondern Hertha verbessert sich qualitativ.

    Fazit

    Weil sie es finanziell stemmen konnten, haben die Verantwortlichen beim Einkauf „höher ins Regal gegriffen“, wie sie es selbst treffend formulierten. Aus anderer Perspektive betrachtet erscheint der Kaufrausch bei Hertha weniger planlos. Damit kann man in Berlin leben.         

  • Schotterplatz #17 Mensch, Maier!

    Schotterplatz #17 Mensch, Maier!

    In der Geschäftsstelle von Hertha BSC reichte kürzlich ein gewisser Arne Maier seinen Wechselwunsch ein. Maier ist in Ludwigsfelde bei Berlin geboren und spielt seit der Jugend bei Hertha. Er gilt mit seinen jetzt 21 Jahren als eines der größten Talente im deutschen Fußball. Seine Karriereplanung sah in etwa so aus: Er wollte bei Hertha in der Bundesliga Fuß fassen und später weiterziehen zu den großen Clubs des Weltfußballs. Das ist völlig legitim. Man wird auch bei Hertha gewusst haben, dass ein überdurchschnittlicher Spieler nicht lange für den Verein spielen wird. Eher rieben sie sich in der Geschäftsstelle die Hände, angesichts der Ablösesumme, die er in seinen besten Jahren erwirtschaften könnte. 
    Bei diesem Karriereverlauf wären beide Parteien zufrieden gewesen. Arne Maier, der zu einem großen Verein wechseln würde und Hertha BSC, die für einen selbst ausgebildeten Spieler eine hohe Ablösesumme bekämen. 

    Es läuft selten wie geplant

    Bei Hertha ist mit dem Einstieg des Investors Lars Windhorst viel durcheinandergewürfelt worden. Kein geringerer als der Windhorst-Vertraute Jürgen Klinsmann wurde zunächst in den Aufsichtsrat berufen. Alsbald stieg er in das operative Geschäft ein und fungiert nun als Trainer und neuer, weiterer Leiter in der Sportabteilung. Er wurde mit viel Befugnis ausgestattet und korrigierte die Ziele des Vereins nach oben. Die Zeichen wurden auf Angriff gestellt. Plötzlich wird viel Geld für Spieler in die Hand genommen. Schon in der Winterpause wurden für das zentrale, defensive Mittelfeld (Maiers Stammposition) zwei neue Spieler gekauft. Einer von beiden kommt erst im Sommer, aber er ist verpflichtet.

    Die Verletzungsanfälligkeit von Arne Maier ist die Krux 

    Der momentan mal wieder verletzte Maier konnte mit seinen unregelmäßigen Einsatzzeiten bisher keine Konstante werden. Er muss sogar ersetzt werden können. Vielleicht war das der Impuls für seinen Wechselwunsch.
    Über eines muss sich Arne Maier jedoch im Klaren sein: wenn er wirklich so gut ist und der nächste große Fußballer aus Berlin werden will, muss er sich überall durchsetzen. Mit Verletzungspausen oder ohne.

    Wechseln ist nicht die richtige Strategie 

    Arne Maier macht einen zentralen Denkfehler. Ein Wechsel zu einem schwächeren Club würde den Spieler kaum weiterbringen. Klar, er hätte vermutlich mehr Einsatzzeit. Aber wird ein junges, großes Talent nicht eher geschult, indem es sich seinen Platz erkämpft? Denn das ist es, was erfolgreiche Spieler tun. Großer Konkurrenz wird er sich früher oder später stellen müssen. So funktioniert nun mal Leistungssport.   

  • Schotterplatz #15   Klinsmann und Hertha: Wasdas? Passt das?

    Schotterplatz #15 Klinsmann und Hertha: Wasdas? Passt das?

    Einer der ersten Coups von Herthas 125 Millionen Investor Lars Windhorst, war die Einbindung von Jürgen Klinsmann in die sportlichen Geschicke bei Hertha BSC.

    Klinsmann ist schon seit 2004 Ehrenmitglied bei Hertha. Windhorst hat ihm jedoch den Weg als Aufsichtsratsmitglied geebnet, dem er seit dem 8. November 2019 angehört.

    Mehr Kompetenz für den Jürgen

    Bereits am 27. November übernahm Jürgen Klinsmann das Traineramt bei Hertha vom geschassten Ante Covic. Vorerst als Interimstrainer. Er selbst hat zwar nie für Hertha gespielt, aber sein Vater war glühender Hertha Anhänger. Vielleicht reicht das den Fans als Identifikation.

    Frei nach dem Motto „think big“ verläuft bisher die Wintertransferperiode. Für Hertha untypisch große Namen wie Mario Götze, Julian Draxler, Granit Xhaka oder Emre Can fliegen den Berlinern plötzlich um die Ohren. Hoffentlich sind das nur Nebelkerzen, um zu zeigen: Wir könnten, wenn wir wollen…

    Klinsmanns Strahlkraft darf Hertha nicht blenden

    Die neuen Mittel bei Hertha geben dem Verein Luft nach oben, müssen aber gezielt und durchdacht eingesetzt werden. Hertha täte gut daran, sich eher langsam nach oben zu orientieren.

    Klinsmann sollte das wissen. Als seriöser Verantwortlicher muss er sich zusammen mit Manager Michael Preetz darum sorgen. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass man mit Siebenmeilenstiefeln nach vorne preschen will.

    Herthas erste Tätigkeit auf dem Winter – Transfermarkt klingt dann auch wieder eher nach Hertha, nach Zukunft und nach Vernunft: Der argentinische U23-Nationalspieler Santiago Lionel Ascacíbar wurde vom VfB Stuttgart für marktgerechte 10 Millionen Euro verpflichtet.

    Lieber step-by-step wachsen

    Man schlägt mit solchen Transfers erstmal leisere Töne an. Michael Preetz hat in den letzten Jahren mit klugen Transfers ein wachsendes Kaufmännisches Geschick bewiesen. Eine Neuausrichtung des Vereins sollte ihn nicht von diesem Weg abbringen. Auch er weiß: Das Geld vom Investor ist endlich.

    Hertha muss sich treu bleiben, auch mit Jürgen Klinsmann an Bord

    Das Bild des demütigen Hauptstadtclubs mit guter Jugendarbeit und cleveren Transfers steht Hertha besser als das Bild eines neureichen „Big City Clubs„.
    Es ist immer gut, sich fähige Leute in den Verein zu holen, die an einem Strang ziehen. Es wird sich zeigen, ob sie in Berlin mit Klinsmann ein starkes Zugpferd bekommen haben. Oder einen Ackergaul der schwäbelt und gruselig grinst.

  • Schotterplatz #9            Warum denn das auf einmal?

    Schotterplatz #9 Warum denn das auf einmal?

    Union und Hertha als erbitterte Feinde? Als verbissene Kämpfer um die Vorherrschaft in Berlin? Nun, die älteren Fans werden sich vielleicht erinnern: Das war nicht immer so.

    Im Gegenteil. Vor der Wende bestand etwas, was man heute als „Fanfreundschaft“ bezeichnen würde. Zwischen den Anhängern des 1. FC Union und Hertha BSC gab es offene Sympathiebekundungen in Form von Bannern und Gesängen. Sogar die Farben der befreundeten Fanlager sah man in beiden Stadien.

    Warum überhaupt?

    Der 1 FC. Union war damals DER Verein, für Oppositionelle in der DDR. In einer anonymen Menschenmasse ließ es sich besser protestieren. Die größte „Feindschaft“ bestand mit dem als Stasi-Club verhassten Berliner Fußball Club Dynamo. Damals noch Konkurrent in der höchsten Spielklasse der DDR.

    Deshalb war eine freundschaftliche Verbindung mit einem Westverein nur logisch. Mitglieder der Fanklubs beider Mannschaften trugen die Schals, Mützen und Westen in den Farben des befreundeten Klubs. Auf den Aufnähern standen offen politische Statements: „Freunde hinter Stacheldraht“ oder „Hertha und Union – eine Nation“

    Unterstützung wo es ging

    In den 1970er Jahren gab es erste Kontakte, wenn Hertha in der DDR oder in den Ostblockstaaten Europacup-Spiele bestritt. Stets befanden sich auch Unionfans unter den Zuschauern. Wenn die Hertha-Anhänger die Ostberliner Kolleginnen und Kollegen bei Oberligaspielen besuchten, brachten sie Fanutensilien mit und versorgten Fans aus Ostberlin mit Fußballsammelartikeln und Informationen über die neuesten Fan-Trends in den Stadien Westeuropas.

    Höhepunkt der Freundschaft war wohl das Uefa-Cup-Viertelfinale 1979. Gegen die Mannschaft von Dukla Prag erreichte Hertha im Hinspiel nur ein mageres 1:1. Hertha drohte aus dem Europapokal zu fliegen. Die Partie in Prag allerdings, wurde fast zum Heimspiel für die West-Berliner.
    Von den 30.000 Zuschauern im Dukla-Stadion bestand rund die Hälfte aus Union- und Herthafans. Die Schlachtenbummler reisten sogar gemeinsam an. Die Herthaner fuhren vom Bahnhof Zoo los und sammelten am Ost-Berliner Bahnhof Schönefeld, wie abgesprochen die Union-Fans ein. In Prag vernahm man dann deutlich den Schlachtruf „Hertha und Union“.

    Doch wie kam es zum Bruch?

    Wie wurden diese beiden wunderbaren Vereine zu feindlichen Konkurrenten? Am 27. Januar 1990 kam es endlich zu der berühmten Partie im Olympiastadion, die als „Wiedervereinigungsspiel“ bezeichnet wurde. In Anwesenheit von über 50.000 Zuschauern gewann Hertha 2:1. Noch feierten die Fans beide Vereine. Das Rückspiel in der alten Försterei fand aufgrund von Umbauarbeiten und Terminproblemen erst im August statt. Angesichts einer Zuschauerzahl von gerade einmal 4000 Fans sah man schon erste Anzeichen der gegenseitigen Gleichgültigkeit. Keiner weiß genau warum. Es war quasi wie bei einer Ehe. Die alte „Freundschaft hinter Stacheldraht“ geriet bald in Vergessenheit. Es entwickelte sich eine neue Fan-Generation, die die alten Zeiten nicht mehr erlebt hat. Mittlerweile kennt man nur die Rivalität zweier Vereine um eine Stadt.

    Das ist schade und wie bei jeder zerbrochenen Beziehung könnte man sich sagen: Wir bleiben Freunde. Wir versuchen es zumindest …

  • Schotterplatz #2             Hertha’s Spiel mit dem jungen Feuer

    Schotterplatz #2 Hertha’s Spiel mit dem jungen Feuer


    Herha BSC verkündete vor einigen Jahren, man wolle einen neuen Weg gehen. Keine fertigen Spieler für viel Geld verpflichten, sondern eigene Talente einbauen und überwiegend junge Spieler verpflichten, um sie später teurer zu verkaufen. Gute Strategie.

    Hertha fährt riskant

    Doch hat man damals bedacht, dass auch mehrere Spieler auf einmal den Verein verlassen könnten? Damit würden Mannschaftsachsen zerrissen. Wichtige Bausteine verschwinden. Es entstehen gefährliche Lücken für die taktischen Ausrichtung. Das zieht extreme Leistungsschwankungen nach sich.

    Man muss aufpassen, dass man kein reiner Ausbildungsverein wird, der immer wieder die besten Spieler abgeben muss. Mit dieser Strategie kann man vielleicht gerade so im Mittelfeld der Bundesliga bestehen. Ähnlich wie der SC Freiburg, nur eine Nummer größer. Das ist nicht respektlos gemeint.

    Beispiele gefällig?

    Mitchell Weiser (24) beispielsweise ging vor der Saison für ca. 12 Millionen Euro zu Bayer Leverkusen. Den konnte man glückerweise 2:1 mit dem starken Valentino Lazaro (22) ersetzen.

    Er konnte die Erwartungen sogar übererfüllen. Mit seinen starken Leistungen war er quasi ein „Upgrade“ im Vergleich zu Weiser. Jedoch sollte die Vereinsführung nicht davon ausgehen, dass das immer gelingt.

    Es kommt wie befürchtet

    Jetzt steht man kurz- bis mittelfristig vor dem oben genannten Dilemma. Man hat viele junge Spieler, die hochveranlagt sind und wahrscheinlich demnächst weiterziehen. Niklas Stark (23) beispielsweise ist mit seinen jungen Jahren unumstrittener Abwehrchef bei Hertha. Folgerichtig wurde er in die A-Nationalmannschaft berufen. Dortmund wirbt offen um seine Dienste.

    Valentino Lazaro (22) wird schon nach einer Spielzeit beim BSC mit dem SSC Neapel und AC Mailand in Verbindung gebracht.
    Davie Selke (24) erweckte das Interesse von mehreren Clubs aus England.
    Für den hochveranlagten Arne Meier (20!!!) gibt es jetzt schon viele Interessenten, unter anderem den FC Barcelona. Die Vertragsverlängerung mit Maximilian Mittelstädt (22) zieht sich bisher.

    Der Spagat muss gelingen

    Hertha muss es nun schaffen, mögliche Erlöse sinnvoll einzusetzen und Qualität nachzukaufen. Einfach mal mutig sein und ein paar Milliönchen für ältere Spieler in die Hand nehmen. Anders wird das nichts mit höheren Zielen.